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Hermann Stemmann tritt nach 40 Jahren im Rat zurück

Auf die Finanzen stets peinlichst geachtet

12.12.2001


(mey). 40 Jahre Kommunalpolitik: Dass sein Haar inzwischen schlohweiß ist, "hat aber damit nichts zu tun" betont Hermann Stemmann.

"Im Rat gab’s kaum Probleme, es hat immer Spaß gemacht." Der Bürgermeister der Gemeinde Lengenbostel legte jetzt, nach                       22-jähriger Tätigkeit als Ratsvorsitzender, sein Amt in jüngere Hände. In einer offiziellen Feierstunde verabschiedete die Gemeinde den 73-Jährigen in den Ruhestand.


1961 wurde Stemman dem Rat der Gemeinde Freetz gewählt und war seinerzeit mit 33 Jahren jüngstes Mitglied. Der gebürtige Tister kam 1956 nach Freetz, nachdem er auf den Hof seiner Frau Elfriede eingeheiratet hatte. Dass er in die Politik ging, lag daran, dass der Rat verjüngt werden sollte und man Hermann Stemmann gut kannte - war er doch als Verwalter in verschiedenen landwirtschaftlichen Betrieben in der Börde tätig und Mitglied in zahlreichen Vereinen. 1974 wurden im Rahmen der Gebietsreform die Ortschaften Freetz und Lengenbostel zu einer Gemeinde zusammen geschlossen. 1979 wählte der Rat ihn einstimmig zum Bürgermeister der Gemeinde. "Am gleichen Tag wurde Walter Scheel zum Bundespräsidenten gewählt", erinnert sich Stemmann. Sein besonderes Augenmerk legte er auf die Bereiche Wegebau und Abwasserentsorgung. Stemmann plädiert nach wie vor dafür, Freetz und Lengenbostel an die zentrale Kläranlage in Sittensen anzuschließen. Fußwege und Anliegerstraßen wurden alle in seiner Zeit befestigt - und zwar "in bestem Einvernehmen mit den Anliegern", wie Stemmann betont. Dem Rat der Samtgemeinde Sittensen gehörte er 20 Jahre an, war dort Mitglied im Abwasser-, Wege- und Schulausschuss. Auf die Finanzen habe er immer "peinlichst genau" geachtet, Geld sei in Lengenbostel nur nach reiflicher Überlegung ausgegeben worden. Daher konnte er auch einen gesunden Haushalt an seinen Nachfolger, Dieter Jungemann, übergeben. Das größte Projekt während seiner Amtszeit sei die Realisierung des Gewerbegebietes Lengenbostel gewesen. Auch der Bau des Feuerwehrgerätehauses 1979 war eine größere Maßnahme, die ihm sehr am Herzen lag. Unter seiner Federführung wurde auch ein Seniorennachmittag in der Gemeinde Lengenbostel eingeführt, der sich großer Beliebtheit erfreut. Der Rückzug aus der Politik sei ihm schwer gefallen, doch nun müssten "die Jungen" mal ran. "Wenn’s an der Zeit ist, muss man sein Amt auch loslasen können und den Platz räumen", sagt Stemmann. "Außerdem habe ich mein Feld bestellt". Ihm ist nicht bange vor dem Ruhestand, denn zu tun hat er allemal genug. Er hilft seinem Sohn in der Landwirtschaft und dann gibt’s da auch noch Madita, Stemmanns zweijährige Enkelin, die sich schon darauf freut, dass ihr Opa jetzt mehr Zeit für sie hat. Überhaupt habe seine Familie ihm in den 40 Jahren immer den Rücken gestärkt. Auch dem neuen Rat will er mit Rat und Tat zur Seite stehen. Seinem Nachfolger solle es nicht so gehen wie ihm, denn als er seinerzeit das Amt des Bürgermeisters übernommen habe, sei er von da an nicht mehr von seinem Vorgänger gegrüßt worden, bedauert Hermann Stemmann.

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